Digitalisiere – oder dein Unternehmen wird nicht bestehen. Disrupt or be disrupted. Das ist ein Imperativ, den auch kleine Unternehmen immer wieder zu hören bekommen. Und oft zuerst einmal nur digitaler Bahnhof verstehen. Wovon reden wir überhaupt? Muss ich als Blumenladen jetzt eine App haben? Geht es um IoT, Künstliche Intelligenz und Automatisierung? Um all das und noch viel mehr.

Eine Einordnung

Digitalisierung bezeichnet in einem engeren Sinn das Umwandeln von analogen Dingen oder Prozessen in digitale Formate. Diese digitalisierten Daten lassen sich dann einfacher speichern, verteilen und verarbeiten. Sie sind maschinell lesbar und dadurch schneller zu verarbeiten und zu durchsuchen.

Um der vielseitigen Verwendung des Begriffs Digitalisierung gerecht zu werden, fassen wir den Begriff unter folgenden drei Hauptaspekten zusammen:

  1. Neue Geschäftsmodelle: Aufgrund neuer Technologien entstehen neue, disruptive Geschäftsmodelle.
  2. Automatisierung von Prozessen: Dabei geht es um eine Effizienzsteigerung in Prozessen. Die Verknüpfung einzelner Prozess-Schritte reduziert den Arbeitsaufwand und macht Prozesse schneller und günstiger.
  3. Kundenorientierung/Customer Centricity: Direkte, digitale Kommunikation und verbesserte Prozesse ermöglichen eine Verbesserung der Customer Experience. Unternehmen stehen Kundinnen und Kunden näher und kennen sie besser.

 

Digitale Technologien als Basis der Digitalisierung

Die Fachhochschule St. Gallen hat in «Digitalisierung konkret: Erfahrungen aus der Praxis» (2019, PDF) acht Technologien zusammengefasst, die Digitalisierung oder die digitale Transformation erst ermöglichen. Diese Technologien stehen aktuell im Zentrum, neue werden dazu kommen oder aktuelle an Bedeutung verlieren.

Apps oder «Applications» bzw. «Application Soft-ware» sind digitale Anwendungen, die über das Internet, Smartphones oder Tablets bedient werden. Sie bilden eine einfache, bedienerfreundliche und oft auch intuitive Schnittstelle zum Nutzer.

Bei der Blockchain handelt es sich – einfach gesagt – um eine Kette von Datenblöcken, die in chronologischer Reihenfolge miteinander verbunden und dezentral auf vielen Rechnern gespeichert sind.

Data Science und Analytics: Ein zentrales Charakteristikum der digitalen Welt sind die Generierung und Verfügbarkeit grosser Datenmengen («Big Data») zu allen erdenklichen Sachverhalten. Dazu gehören Maschinendaten, Daten zum Kundenverhalten oder über Geschäftsprozesse.

Digitale Plattformen sind Orte, die verschiedene Marktteilnehmer zusammenbringen, wie zum Beispiel Verkäufer und Käufer auf einer Messe oder wie Fluggesellschaften und Flugpassagiere auf einem Flughafen.

Beim E-Commerce geht es darum, Produkte und Dienstleistungen über digitale Kanäle zu vermarkten.

Immer wichtiger werden in der Praxis die erfolgreiche Einführung und Nutzung integrierter Informationssysteme wie CRM und ERP.

Beim Internet der Dinge oder auch Internet of Things (IoT) geht es darum, Alltagsgegenstände über das Internet miteinander zu vernetzen. Diese sind mit Chips, Sensoren, Datenspeichern oder Softwaresystemen ausgestattet, die einen Datenaustausch mit anderen Geräten ermöglichen und diese «smart» machen.

Bei der künstlichen Intelligenz geht es darum, mit Hilfe von Computern und Algorithmen die menschliche Intelligenz nachzuahmen.

In Open Source Software Projekten wird oft komplexe und innovative Software entwickelt, die unabhängig von kommerziellen Firmen ist.

Die Robotik oder Robotertechnik ist ein stark wachsendes Gebiet und verwendet Methoden und Ansätze aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und Informatik.

Für die Nutzer von sozialen Netzwerken stehen zumeist der Austausch und die Kommunikation mit anderen Teilnehmenden im Vordergrund. Die Nutzung solcher Netzwerke hat in den letzten Jahren stark zugenommen, so dass auch ihre kommerzielle Bedeutung massgeblich gestiegen ist.

 

Und jetzt? Technologie alleine reicht doch nicht.

«Die Methoden, um herauszufinden, wo Digitalisierung stattfindet und welche Handlungsfelder sich daraus ergeben, sind die gebräuchlichen des strategischen Managements.», schreibt die netzwoche in ihrem Artikel zum aktuellen Stand der Digitalisierung. Ihr Fazit: «Aussen hui, innen pfui.», denn viele Unternehmen wähnen sich auf dem besten Weg zum digitalen Champion. Man hat sich bereits ein paar digitale Tools einverleibt, aber von einer Strategie für die digitale Geschäftswelt ist man noch weit entfernt.

Als Basis für eine Strategie eignet sich zum Beispiel die Branchenstrukturanalyse nach dem Fünf-Kräfte-Modell (englisch five forces) von Michael Porter.

Folgende fünf Aspekte werden untersucht:

  1. Wettbewerbsintensität & Rivalität
  2. Einfluss von Lieferanten
  3. Bedürfnisse von Kunden
  4. Substitutionsgefahr
  5. Bedrohung durch neue Wettbewerber

Darauf basierend soll für die Digitalisierung eine Strategie abgeleitet und untersucht werden, welche Technologien, Struktur und Kultur sowie allenfalls neue Produkte und Dienstleistungen dem Unternehmen wirklich einen Mehrwert bringen. Für die Einführung von allem Neuen ist wie immer entscheidend, dass das Management dahinter steht, danach folgen Change-Management-Prozesse, etc.

 

Haben KMU überhaupt eine digitale Chance?

Haben Schweizer KMUs die personellen und finanziellen Ressourcen sowie das Know-how solche Digitalisierungsprozesse anzugehen? Auch dafür sollten sich kleine Unternehmen auf ihre Stärken besinnen: Es sind dies die hohe Flexibilität mit flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen. Dazu kommt der oft direktere Kundenkontakt und persönliche Beziehungen. Gerade weil bei kleineren Unternehmen weniger Geld für solche Projekte zur Verfügung steht, ist eine kluge Strategie wichtig, die aufzeigt, wo der digitale Hebel am besten angesetzt werden kann. Eine Untersuchung von Ernst & Young 2019 zeigte deutlich, dass sich vor allem grössere Unternehmen an die Digitalisierung heranwagen: «Bei 73 Prozent der Unternehmen in der Schweiz spielen digitale Technologien für ihr jeweiliges Geschäftsmodell eine mittelgrosse bis grosse Rolle. Vor einem Jahr waren es noch 66 Prozent, vor zwei Jahren sogar erst 45 Prozent. Dabei spielen digitalen Technologien vor allem in den Kundenbeziehungen, welche vermehrt ganz oder zumindest teilweise digital stattfinden, eine grosse Rolle. Während jedes zweite Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Franken digitalen Technologien eine sehr hohe Bedeutung beimisst, liegt dieser Anteil bei kleineren Unternehmen bei lediglich 20 Prozent.»

 

Das digitale Selbstbild

Dell Technologies hat kürzlich KMUs in der Schweiz zu den Herausforderungen der Digitalisierung befragt. «96% der Befragten in der Schweiz sind überzeugt, dass sie die nötigen technologischen Fähigkeiten besitzen, um gegenüber der internationalen Konkurrenz entscheidende Unterschiede zu erzielen.» Das grösste technologische Potential sehen sie dabei in der verstärkten Nutzung mobiler Geräte (42%) und der Nutzung von Cloud Services (41%). Ob wirklich 96% der KMUs digital bereit sind?

 

Digitale «Todsünden»

Die Axa Versicherung hat mit einem Augenzwinkern die 7 Todsünden der Digitalisierung zusammengetragen. Ein Teil des Fazits ist dabei auch aus unserer Sicht besonders wichtig: Digitalisierung passiert nicht um der Digitalisierung oder Technologie Willen. Es geht immer um einen Mehrwert für Kunden, Mitarbeitende oder Geschäftspartner. Und damit um den langfristigen Erfolg des Unternehmens.

Die sieben Todsünden sind:

  1. User Jungle vs. User Journey
  2. Me-Commerce vs. E-Commerce
  3. Tragic Moments vs. Magic Moments
  4. Small Brain vs. Big Data
  5. Single Channel vs. Omnichannel
  6. Mobile Last vs. Mobile First
  7. Misruption vs. Disruption

 

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