Zwei Drittel der Schweizer KMUs haben mehrere Bankbeziehungen. Das hat Vorteile, kann aber auch kompliziert sein, wenn man sich einen schnellen Überblick über die Liquidität seines Unternehmens verschaffen will. Lange galt: Pro Kundenbeziehung, ein Login. Seit Ende letzten Jahres kommt durch verschiedene Initiativen Bewegung ins Schweizer Open Banking. Ein Login mit verschiedenen Schnittstellen soll das Managen von mehreren E-Bankings ermöglichen.

Open Banking und Schnittstellen

Open Banking (auch API Banking genannt) bezeichnet die Öffnung der Banken und Teile ihrer Daten für Drittanbieter. Über APIs werden Daten über Bankkonten bei verschiedenen Banken ausgetauscht und so Transaktionen auf Bankkonten möglich, die von Dritten ausgelöst werden. In der EU ist mit der Payment Services Directive (kurz PSD2) die Öffnung von Bankschnittstellen verordnet worden. Dadurch wird auch eine Verknüpfung verschiedener Bankbeziehungen möglich. In der Schweiz gibt es keine vergleichbare Regelung. „Die Schweizerische Bankiervereinigung betont vermehrt die wachsende Bedeutung von Open Banking, setzt jedoch auf Freiwilligkeit.“, schreibt MoneyToday dazu. Der Standard EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) ist für Banken in der Schweiz zwar nicht verpflichtend. Rund 30 Schweizer Banken haben ihn aber dennoch eingeführt.

 

Schneller Überblick mit Multibanking

Multibanking ist die aktuell häufigste Form von Open Banking und erlaubt zwar keine von Dritten ausgelöste Transaktionen, verschafft aber mit einem einzigen Login einen Überblick über sämtliche Bankverbindungen eines Unternehmens. Valiant war die erste Bank, die dieses Angebot für KMUs einführte. Dadurch wird der Anbieter des Multibankings zur Hauptbank und zur wichtigsten Adresse für den Kunden. Prof. Andreas Dietrich schreibt in seinem Blog-Artikel für die HSLU „Warum das Multibanking der Valiant den Kampf um die Kundenschnittstelle erhöhen wird“ über die Bedeutung der Schnittstellen und dem Ziel, die Hauptbank von Unternehmungen zu werden.

 

Ein Beispiel

„Wir sind ein KMU mit rund 100 Mitarbeitenden. Unsere Zahlungen gleichen wir einmal wöchentlich mit der Finanzbuchhaltung ab. Entsprechend sind die Liquiditätszahlen unserer Finanzbuchhaltung nicht immer tagesaktuell“, erklärt Sacha van Herk die Ausgangslage. Er ist Leiter Administration bei einem Aufzug-Hersteller und verantwortlich für die Finanzen. Wenn er also wissen will, ob bestimmte Zahlungen schon eingegangen sind, muss er sich in die verschiedenen E-Bankings der Banken einloggen, bei denen das Unternehmen ein Konto hat. Das ist aufwändig und kostet Zeit. Seit einigen Wochen nutzt er Multibanking und hat vier andere Banken angebunden. Er kann sich in das E-Banking seiner Hauptbank einloggen und hat dort den umfassenden Überblick über alle seine Geschäftskonten. Ein Login statt deren fünf. Praktisch ist, dass er individuell entscheiden kann, welche Konten bei welchen Banken er anbinden will und welche nicht.

 

Schnittstellen zu Swiss21.org

Für die Valiant Bank ist eine Bankenschnittstelle zu Swiss21 verfügbar. Mehr Infos zur Einführung im November 2019. Mit Bankanbindungen zu Swiss21 haben unsere Nutzerinnen und Nutzer ihre Liquidität ebenfalls immer im Blick, da mit der Anbindung an unser Accounting alle Bewegungen aktuell in der Buchhaltung abgebildet werden. Mehr Informationen zum Multibanking von Valiant finden Sie hier.

Wir verwenden Cookies um für Sie eine bestmögliche Erfahrung auf unserer Seite zu ermöglichen. Wenn Sie auf unserer Seite bleiben, gehen wir davon aus, dass das für Sie OK ist.
Hier geht es zu unserer Datenschutzerklärung.

Bereits mehr als 21’000 Kleinunternehmen

nutzen die zukunftsweisende Plattform von Swiss21.org. Kommen auch Sie schneller ans Ziel. Mit klar strukturierten und integrierten Prozessen und Workflows.