Das perfekte Kündigungsschreiben – SWISS21

Das perfekte Kündigungsschreiben

Jul 12, 2022

Die neue Herausforderung oder das Sabbatjahr stehen vor der Tür, doch bevor es los gehen kann, ist noch eine Hürde zu überschreiten: Die Kündigung beim alten Arbeitgebenden.   

Beim Kündigungsschreiben gilt es einiges zu beachten. Hier finden Sie detailliert, wie sie Ihr Arbeitsverhältnis gemässder geltenden Gesetzeslage akkurat beenden, was in ein Kündigungsschreiben reingehört und was besser nicht.

Wie schreibe ich eine Kündigung richtig?

Grundsätzlich haben sowohl der Arbeitnehmende, als auch der Arbeitgebende das Recht, das Arbeitsverhältnis zu beenden.

Eine Kündigung kann hierbei im gegenseitigen Einvernehmenerfolgen, oder auch einseitig durch einen der Vertragspartner. Der Ton sollte in jedem Fall höflich gehalten sein und Respekt für den Arbeitgebenden ausdrücken, ohne dabei die Klarheit der Aussage zu verlieren.  Ist eine Kündigung nur angedeutet, handelt es sich de facto nicht um eine rechtswirksame Kündigung.

Ausserdem handelt es sich bei einem Kündigungsschreiben um einen Geschäftsbrief. Es ist daher wichtig, seriöse Formulierungen zu wählen. Das Schreiben ist zur eigenen Absicherung postalisch zu versenden, bevorzugt per Einschreiben, da es hierdurch einen Sendungsnachweis gibt.

Diese Bestandteile muss eine Kündigung unbedingt enthalten

Um das Arbeitsverhältnis rechtmässig zu beenden, muss ein Kündigungsschreiben zwingend folgende Punkte beinhalten:

  • Die konkreten und genauen persönlichen Angaben (Name und Adresse) des Arbeitnehmenden, sowie die des Arbeitgebenden.
  • Angaben zum Arbeitsvertrag, der aufgelöst werden soll (Arbeitsvertag vom TT.MM.JJJJ).
  • Datum des Inkrafttretens der Kündigung (Gemäss der vertraglich vereinbarten Fristen, kündige ich mein Arbeitsverhältnis zum TT.MM.JJJJ). In der Regel wird ein Arbeitsvertrag zum letzten Kalendertag des jeweiligen Monats beendet.
  • Das jeweilige Datum, an dem die Kündigung aufgesetzt wurde und Ihre Unterschrift.

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Wie schreibe ich eine Kündigung Schweiz?

Die Schweiz unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht signifikant von den internationalen Richtlinien. Erwähnenswert ist aber, dass in der Schweiz, abweichend zum Beispiel von Deutschland, eine Kündigung auch mündlich ausgesprochen werden kann und nicht zwingend schriftlich erfolgen muss.

Aufgrund des Mangels an Beweisbarkeit einer mündlichen Kündigung, ist die Schriftform aber dennoch empfehlenswert.

Wie sieht die Vorbereitung auf eine Kündigung aus?

Zu allererst sollten Sie sich natürlich sicher sein, dass Sie das Arbeitsverhältnis wirklich beenden möchten, denn eine Kündigung ist rechtswirksam und lässt sich so einfach nicht mehr rückgängig machen. Hierfür empfiehlt sich, eine Pro und Contra Liste anzufertigen und die Beweggründe der Kündigung noch einmal zu überprüfen. Ausserdem bietet sich an, bereits vorab einen neuen Job (mit unterschriebenem Arbeitsvertrag) oder einen abweichenden Plan in Aussicht zu haben, um nicht in einen unfreiwilligen, unbezahlten Urlaub gehen zu müssen.

Steht die Entscheidung fest, ist es immer fairer, das persönliche Gespräch mit der oder dem Vorgesetzten zu suchen und die Entscheidung offen zu kommunizieren. Sie müssen sich dabei nicht rechtfertigen oder erklären, aber ehrliche Worte sind einem unsauberen Ausscheiden immer vorzuziehen. Dies kann auch erheblichen Einfluss auf die Bewertung Ihrer Arbeitsleistung haben und ein positives Arbeitszeugnis dient nicht nur als Beweis, dass Sie freiwillig den Arbeitsplatz gewechselt haben und nicht entlassen oder gefeuert wurden. Es ist auch ein Türöffner für Ihre berufliche Zukunft.

Sie sollten ausserdem realistisch einschätzen, welche laufenden Projekte und vereinbarten Aufgaben Sie bis zum tatsächlichen Ausscheiden im Unternehmen noch beenden können und wollen und keinen Scherbenhaufen hinterlassen. Hierbei geht es weniger um Ihren alten Arbeitgebenden, denn um Ihren guten Ruf und den Respekt gegenüber Kundinnen und Kunden, den Kolleginnen und Kollegen und der Firma.

Auf welches Datum muss ich kündigen?

Die Schweizer Gesetzgebung kennt bezüglich der Kündigungsfristen zwei Grundszenarien:
  1. Die ordentliche und fristgemässe Kündigung
  2. Die ausserordentliche, fristlose, Kündigung
Die gesetzliche Kündigunsfrist bei einer ordentlichen Kündigung berechnet sich nach der Zeit, die Sie im Unternehmen tätig sind. Diese Regelung tritt immer dann in Kraft, wenn im Arbeitsvertrag keine abweichende Frist vereinbart wurde. In der Probezeit beträgt diese Sieben Kalendertage,
im ersten Anstellungsjahr einen Monat, wobei die Kündigung immer erst zum Monatsende möglich ist. Kündigen Sie also zum Beispiel am vierten November, können Sie das Arbeitsverhältnis zum 31. Dezember beenden.
Vom zweiten bis zum neunten Anstellungsjahr beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate, jeweils auf das Monatsende, ab dem zehnten Anstellungsjahr beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, ebenfalls zum Monatsende. Im gegenseitigen Einvernehmen können Sie allerdings auch früher von Ihren Pflichten befreit werden.
Bei einer ausserordentlichen, fristlosen Kündigung sind, wie der Name schon sagt, keine Fristen zu erfüllen. Eine fristlose Kündigung kann auch durch den Arbeitnehmenden erfolgen, bedarf abergemäss Artikel §337 OR eines triftigen Kündigungsgrundes. Im Schweizer Gesetzbuch ist dabei nicht jeder mögliche Kündigungsgrund aufgeführt. Im Falle der Anfechtung aufgrund einer möglicherweise ungerechtfertigten Kündigung, wird die Triftigkeit einer fristlosen Kündigung gerichtlich eigenständig beurteilt. Die Grundlage einer solchen Kündigung könnten aber zum Beispiel eine schwere Beleidigung, körperliche Gewalt, ausbleibende Lohnzahlungen oder sexuelle Übergriffe sein.
Ein befristeter Arbeitsvertrag endet ohne ein Kündigungsschreiben automatisch mit dem Ablauf des Vertrages.

Was schreibe ich in meine Kündigung?

Wie oben aufgeführt, gibt es bestimmte Bestandteile, die eine Kündigung zwingend enthalten muss.

Bei einer fristgerechten Kündigung ist es nicht erforderlich einen Kündigungsgrund zu nennen, Sie können diesem dem Arbeitgebenden vorenthalten, eine Begründung kann vom Arbeitgebenden aber angefordert werden.

Im Kündigungsschreiben ist die Höflichkeitsform zu wählen, auch wenn Sie mit dem Arbeitgebenden per Du sein sollten. Es empfiehlt sich ebenfalls um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu bitten.

Vorlage Kündigungsschreiben?

Ein mögliches Kündigungsschreiben könnte wie folgt aussehen:
Ihr Name
Ihre Anschrift
Ihre Kontaktdaten
Firmenname
Firmenanschrift
Firmenkontaktdaten

 

Sehr geehrte/r Frau/Herr XXX,

 

Hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis vom TT.MM.JJJJ ordentlich und fristgerecht zum TT.MM.JJJJ.

 

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt der Kündigung und das Datum der Beendigung des Vertrages schriftlich.

 

Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen,

 

XXX (Ort, Datum und Unterschrift)

 

Zahlreiche Vorlagen sind im Internet verfügbar und können oft kostenfrei genutzt werden.

Autor: Fabian Kopp

Fabian ist Experte für digitales Marketing und Personalmanagement. Er hat seinen Master an der Universität Bern im Bereich Business Administration gemacht.

Er ist für das operative Marketing bei Swiss21 verantwortlich und betreut die verschiedenen sozialen Netzwerke und die Community. Zudem trägt er zur Entwicklung der Marke bei.

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